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A postcard from South Sudan

, by The English Room
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Our students come and learn English at The English Room for all kinds of reasons. We also love hearing from them after they have left us! Ines came to one of our group English classes to prepare for working as a nurse at a refugee camp for Doctors without Borders (Ärzte ohne Grenzen).

Heute einmal herzliche Grüße nach Leipzig aus dem Flüchtlingslager in Bentiu im Südsudan. Vorallem ein großes Dankeschön an Kate für ihren Unterricht. Alles, aber wirklich alles, was Du uns in der Zeit als ich den Mittwoch-17 Uhr-Unterricht besucht habe gelehrt hast, hilft mir täglich bei meiner Arbeit. 

Wir sind hier in der Organisation Ärzte ohne Grenzen ein internationales Team von 30 Mitarbeitern aus Japan, Deutschland, Bangladesch und Brasilien. Nur 4 Mitarbeiter sind Englisch -Muttersprachler. So lernen wir alle miteinander und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man nicht alles weiß. Es ist wunderbar, dass Du uns Redewendungen und Beschreibungen gelernt hast, die nicht im Wörterbuch stehen. Die höre und spreche ich jeden Tag (ein bisschen mehr) und freue mich sehr darüber. Unser einheimisches Personal spricht auch nur mit Einschränkungen Englisch, so dass es keine Berührungsängste gibt.

Ich arbeite hier im Feldlazaret als Nursing Activty Manager derzeit für 3 Kinderstationen. Die Arbeit macht großen Spaß. Das Flüchtlingscamp hat im Moment ca. 150.000 Menschen aus dem Kongo, Sudan und der Zentralafrikanischen Republik. Es beginnt gerade die Regenzeit, so dass die Malaria-Fälle überhand nehmen. Doch am Schlimmsten sind die Verwundungen durch die Kämpfe im Umland. Da beschäftigen uns täglich üble Schußverletzungen, Verletzungen durch Speere und Macheten. Viele Kinder sind betroffen bei diesen Stammesfehden. Aber auch im Camp bilden sich mittlerweile Gangs, die sich bekämpfen. Noch haben die UN-Schutztruppen (derzeit 3400 Mann um uns herum) es ganz gut im Griff. Doch diese werden zunehmend in den Süden abgezogen, weil dort die Dörfer nieder gebrannt werden und die Menschen in die Sümpfe fliehen müssen. 

Es ist schwierig für uns, weil wir Ausgangssperre haben, das Wasser knapp ist und die Hitze erbarmungslos. Vor zwei Wochen wurde einer unserer Mitarbeiter mit einem Speer getötet als eine Magensonde bei einem Kind legen wollte. Der Vater dachte, es wolle seinen Sohn töten, obwohl er vorher alles übersetzt bekommen hat. Every day small and big challanges.

Thank you for your postcard, Ines! Ines‘ work is extremely valuable – go here to make a donation to Ärzte ohne Grenzen.

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